©

Dent d'Oche

|

Gilles Lansard

Entdecken Sie Bewährte Praktiken in den Bergen

Sicherheit, Respekt und Verantwortung

Die Berge sind ein Ort der Freiheit und der Entdeckung, aber auch ein anspruchsvolles Umfeld, das Vorbereitung und Respekt erfordert. Ganz gleich, ob Sie Wanderer, Bergsteiger oder einfach nur Spaziergänger sind: Das richtige Verhalten ist entscheidend, um Ihre Sicherheit zu gewährleisten und die Umwelt zu schützen.

1. Den Ausflug gut vorbereiten

Informieren Sie sich vor der Abreise

  • Informieren Sie sich bei Météo-France über die Wetterlage, um Gewitter, Nebel oder extreme Temperaturen zu vermeiden.
  • Informieren Sie sich auf spezialisierten Websites wie Camptocamp oder bei den örtlichen Tourismusbüros über den Zustand der Wanderwege.

Wählen Sie eine Route, die Ihrem Niveau entspricht

  • Schätzen Sie den Schwierigkeitsgrad (Höhenunterschied, Dauer, technische Anforderungen) ein und überschätzen Sie Ihre Fähigkeiten nicht.
  • Sehen Sie sich IGN-Karten (Géoportail) und Wanderführer an, um Ihre Route genau zu planen.
  • Sie haben auch die Möglichkeit, Ihr Niveau hier zu ermitteln.

Bereiten Sie Ihre Ausrüstung vor

Eine gute Ausrüstung ist unverzichtbar:

  • Dem Gelände angepasste Wanderschuhe
  • Kleidung im Zwiebelprinzip, um sich an Wetteränderungen anzupassen
  • Rucksack mit Wasser (mindestens 1,5 l pro Person), Verpflegung, Karte, Kompass/GPS
  • Erste-Hilfe-Set und Rettungsdecke
  • Stirnlampe mit Ersatzbatterien
  • Aufgeladenes Smartphone mit der App „SAIP“ für Sicherheitswarnungen

2. Auf den Wanderwegen verantwortungsbewusst handeln

Beachten Sie die Beschilderung

  • Folgen Sie den offiziellen Wegmarkierungen, um sich nicht zu verlaufen.
  • Bleiben Sie auf den Wegen, um die Pflanzenwelt zu schützen und Bodenerosion zu vermeiden.

Überschätzen Sie Ihre Kräfte nicht

  • Machen Sie regelmäßig Pausen und achten Sie darauf, wie müde Sie sind.
  • Wenn Sie Schwierigkeiten haben, gehen Sie kein Risiko ein und kehren Sie gegebenenfalls um.

Mit Naturgefahren umgehen

  • Informieren Sie sich im Winter über den Lawinenbericht (ANENA).
  • Achten Sie im Sommer auf Steinschlag und Sturzfluten in den Bergen.
  • Laden Sie die App „GendLoc“ herunter, um im Notfall Ihren Standort mitzuteilen.

3. Die Natur und andere respektieren

Schutz der Tier- und Pflanzenwelt

  • Pflücken Sie keine Pflanzen: Einige Arten stehen unter Naturschutz.
  • Halten Sie Abstand zu Wildtieren, insbesondere im Frühling (Wurfsaison).

Die ökologischen Auswirkungen begrenzen

  • Nehmen Sie Ihren gesamten Müll wieder mit (einschließlich biologisch abbaubarer Abfälle wie Schalen).
  • Verwenden Sie wiederverwendbare Trinkflaschen und vermeiden Sie Einwegverpackungen.

Lärmbelästigung reduzieren

  • Sprechen Sie leise und verzichten Sie auf Musik, um die Tierwelt und die Ruhe anderer Wanderer nicht zu stören.

Beachten Sie die Regeln für das Biwakieren

  • Das Wildcampen ist geregelt: Informieren Sie sich im Rathaus oder bei „Parcs Nationaux de France“ über die Genehmigungen.
  • Nutzen Sie vorzugsweise Berghütten und ausgewiesene Biwakplätze.
  • Machen Sie kein Feuer in der freien Natur, um Brände zu vermeiden.

4. Sicherheit in den Bergen: Was tun, wenn etwas passiert?

Notrufnummern in den Bergen

  • 112: Europäische Notrufnummer
  • 15: Rettungsdienst
  • 18: Feuerwehr
  • 114: Notfall-SMS für gehörlose/schwerhörige Menschen

Das richtige Verhalten in Notfällen

  • Wenn Sie sich verlaufen haben, bleiben Sie an Ort und Stelle und kontaktieren Sie den Rettungsdienst.
  • Um Ihren Standort mitzuteilen: Senden Sie eine SMS mit Ihren GPS-Koordinaten.
  • Im Falle eines Unfalls decken Sie die verletzte Person zu und sichern Sie die Unfallstelle, bis Hilfe eintrifft.

5. Bergsportarten sicher ausüben

Wandern und Trailrunning

  • Fahren Sie früh los, um Hitzeschläge und Gewitter am späten Nachmittag zu vermeiden.
  • Nutzen Sie nach Möglichkeit Fahrgemeinschaften oder öffentliche Verkehrsmittel, um in die Berge zu gelangen (Chamonix Bus, Altibus).

Mountainbiken und Gleitsportarten

  • Tragen Sie einen Helm und beachten Sie die Beschilderung auf den Strecken.
  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit den Geländebedingungen und den anderen Verkehrsteilnehmern an.

Bergsteigen und Klettern

  • Überprüfen Sie Ihre Ausrüstung vor jedem Tourenstart.
  • Auf anspruchsvollen Routen stets angeseilt klettern.
  • Informieren Sie sich über Routenbeschreibungen und Bedingungen auf Websites wie FFCAM oder Camptocamp.

Wenn Sie diese bewährten Vorgehensweisen befolgen, können Sie die Berge in vollen Zügen genießen und gleichzeitig diese außergewöhnliche Naturlandschaft schützen. 🌿🏔️

Umweltnachrichten

Beim Wandern: Vorsicht vor Steinschlag

In den Bergen sind Naturräume zunehmend klimatischen Unwägbarkeiten ausgesetzt, was mitunter gewisse Risiken mit sich bringen kann, auf die man achten muss. Dazu gehören insbesondere Erdrutsche und Steinschlag, die häufig vorkommen und ernst genommen werden müssen.

Woher kommen Steinschläge?

  • Natürliche Ursachen: Die Erosion der Berge, verstärkt durch den Temperaturwechsel zwischen Tag und Nacht, schwächt das Gestein. Im Chablais ist der Kalkstein besonders anfällig: Durch die globale Erwärmung und den Anstieg des sauren Regens kommt es immer häufiger zu Erdrutschen.
  • Wildtiere: Tiere, die sich fortbewegen, können Steinschläge auslösen.
    Menschliche Faktoren: Die Nutzung der Wanderwege oder auch die Anwesenheit von Wanderern oberhalb von einem selbst können ebenfalls dazu führen, dass Steine ins Rollen kommen.

Wie lassen sich die Risiken verringern?
Wachsamkeit ist nach wie vor der beste Schutz!

  • Erkennen Sie Bereiche mit Steinschlaggefahr: instabile Felsblöcke, Geröllhalden, brüchige Schneefelder … In diesen Abschnitten sollten Sie weder anhalten noch eine Pause einlegen.
  • Beobachten Sie, was oberhalb von Ihnen geschieht: Ob Wanderer oder Tiere – schon eine einfache Bewegung kann ausreichen, um einen Steinschlag auszulösen.
  • Rüsten Sie sich bei Bedarf aus: Einen Helm mitzunehmen ist keineswegs übertrieben. Auf bestimmten Routen, wie zum Beispiel beim Aufstieg zur Dent d’Oche, kann dies sogar empfehlenswert sein.

Und informieren Sie die CCPEVA oder die Tourismusbüros, wenn Sie Zeuge eines Steinschlags werden.

Ich bin begeistert.