
Jean Claude Betemps
Der visionäre Erfinder des Gleitschirms
Jean-Claude Bétemps stammt aus Machilly in der Haute-Savoie und ist ein Pionier der Leichtfliegerei sowie der Erfinder des Gleitschirms. Bereits in den 1970er Jahren zeichnete sich der begeisterte Fallschirmspringer durch sein unermüdliches Streben nach Innovation aus. Als Mitglied des Fallschirmspringerclubs von Annemasse und Wettkämpfer im Präzisionslandevolumen zeichnete er sich auch in der französischen Paraski-Nationalmannschaft aus, wo er Skifahren und Präzisionssprünge auf Schnee kombinierte. Doch erst 1978 kam es zu seiner wahren Revolution.
„Ursprünglich bin ich ausgebildeter Fallschirmspringer und gehörte seit 1970 dem Fallschirmspringerclub von Annemasse an. Ich war Wettkämpfer im Präzisionslandung und später Mitglied der französischen Paraski-Nationalmannschaft. Das Ziel war es, ins Flugzeug zu steigen, zu springen und an einer ganz bestimmten Stelle zu landen“, erklärt Bétemps und blickt auf seine Anfänge zurück.
Die Entstehung des Gleitschirmfliegens: Eine kühne Idee, die Wirklichkeit wurde
Auf der Suche nach einer Möglichkeit, das Fliegen ohne die finanziellen und logistischen Einschränkungen eines Flugzeugs zu trainieren, entwickelte Jean-Claude Bétemps eine neue Art des Starts. „1978 kam mir die Idee, von einem sehr steilen Hang abzustarten, um dann auf einem viel tiefer gelegenen, ebenen Gelände zu landen. Das ermöglichte ein gutes Training, und vor allem war es kostenlos: kein Flugzeug, das man bezahlen musste!“, erzählt er begeistert.
Am 25. Juni 1978 absolvierte er in Mieussy seinen ersten Flug mit einem „Hangfallschirm“, einem Konzept, das sich später zum modernen Gleitschirm entwickeln sollte. Dieser erste Flug, der mit einem Fallschirmsegel durchgeführt wurde, markierte den Beginn einer neuen Sportart. „Magisch. Aber man musste es sich verdienen. Man musste den Schirm auf dem Rücken den Hang hinaufklettern!“, erinnert er sich mit einem Lächeln.
Nach Jahren der Weiterentwicklung gelang es Bétemps und seinem Team 1986, die optimale Form des Segels zu entwickeln und damit den ersten Gleitschirm zu schaffen, wie wir ihn heute kennen. „Der erste echte Gleitschirm entstand nach jahrelanger Suche nach der idealen Segelform“, fügt er hinzu.

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Eine Leidenschaft, die von Generation zu Generation weitergegeben wird
Mit 75 Jahren hat Jean-Claude Bétemps nichts von seiner Leidenschaft für das Fliegen verloren. Er geht weiterhin regelmäßig dem Gleitschirmfliegen an einem seiner Lieblingsorte nach, Thollon-les-Mémises, von wo aus man einen atemberaubenden Blick auf den Genfer See und die Schweizer Berge hat. „Stellen Sie sich den Start mit Blick auf den Genfer See vor. Man schwebt mühelos und stürzt unweigerlich hinab!“, erzählt er und beschreibt diesen Ort als einen der schönsten in Europa, wenn auch technisch anspruchsvoll.
Bétemps’ Leidenschaft für das Fliegen hat sich auch auf seinen Sohn übertragen, der auf La Réunion eine Gleitschirmflugschule eröffnet hat und damit das Familienerbe fortführt. „Mein Sohn hat seine Gleitschirmschule auf der Insel La Réunion eröffnet, dort, wo ich früher meine Winter verbrachte, um so viel wie möglich fliegen zu können“, sagt er stolz. Jean-Claude teilt seine Liebe zum Gleitschirmfliegen weiterhin über seine Schule in Thollon-les-Mémises, wo er neue begeisterte Flieger in diese Disziplin einführt, die er selbst ins Leben gerufen hat.












