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Domaine nordique La chapelle d'abondance

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Mathilde Pruvot

Ich habe es für euch ausprobiert Einführung in den Biathlon in La Chapelle d’Abondance

Wie immer mehr Franzosen verfolge ich die Biathlon-Übertragungen regelmäßig im Fernsehen. Aus diesem Grund habe ich mich mit großer Freude bereit erklärt, diese Sportart zum ersten Mal auszuprobieren. Auf den Skispitzen und hinter dem Gewehr, ohne offensichtliches Talent, aber mit riesiger Freude … stürze ich mich in diese Biathlon-Einführung!

Der Biathlon Eine vielseitige Sportart

Flüssigkeit, Leichtigkeit, Eleganz … aber auch Beherrschung und das Über-sich-Hinauswachsen, intensive Anstrengung, äußerste Konzentration und kühles Blut. So erlebe ich den Biathlon als Zuschauerin jedes Wochenende, wenn ich die großartigen Leistungen unserer französischen Athleten verfolge. Sei es beim Weltcup oder gerade jetzt bei den Olympischen Spielen! Und auch wenn mir die Biathlon-Feen nicht über die Wiege gebeugt haben, wie sie es vielleicht bei Martin Fourcade, Anaïs Chevalier-Bouchet oder Quentin Fillon-Maillet getan haben, ist dies eine allzu schöne Gelegenheit, mich mit diesem Sport vertraut zu machen. Übrigens befinden wir uns hier auf dem Heimatboden einer der großen Hoffnungen des französischen Biathlons, Camille Bened. Sie ist nämlich zweifache Junioren-Weltmeisterin von 2021 und feierte Anfang 2022 ihren ersten Sieg im IBU-Cup (Vorstufe zum Weltcup).

Start des Biathlon-Experiments mit der französischen Skischule

In den erfahrenen Händen von Michel und Philippe, Skilehrern der französischen Skischule

Auf geht’s also zum „Foyer Nordique“ in La Chapelle d’Abondance, dem Tor zum größten Langlaufgebiet des Chablais mit seinen rund 23 km Loipen. Dort erwarten mich nicht nur ein, sondern gleich zwei ESF-Skilehrer! Mit einem ehrlichen Lächeln und unverhohlener guter Laune im Gesicht werden mich Michel und Philippe auf dieser Entdeckungsreise begleiten. Und darüber freue ich mich sehr.

Ausgangspunkt dieser Einführung in den Biathlon: das Skifahren

Wir beginnen mit dem ersten Teil des Kurses, der dem Langlauf mit Philippe gewidmet ist. Ziel: mein Niveau zu ermitteln und mir Tipps zur Verbesserung meiner Skating-Technik zu geben … Auch wenn ich schon ein paar Grundkenntnisse habe, ist es gar nicht so einfach, das Gleichgewicht zu finden und diese Skating-Bewegung zu verinnerlichen. Bei denen, die ihn beherrschen, sieht er zwar äußerst anmutig aus, bei mir ist er jedoch alles andere als natürlich! Und es ist übrigens kein Zufall, dass wir mit dem Skilanglauf beginnen, denn Biathlon ist in erster Linie eine Gleitsportart.

Skaten oder eine Alternative dazu, aber ganz sicher kein Alpinski

Ein Aspekt, der den Skilehrern für den Skilanglauf sehr am Herzen liegt – sie lehnen manchmal Anfragen für reine Schieß-Schnupperkurse ab. In diesem Fall kann man genauso gut direkt zum Jahrmarkt gehen und dort versuchen, beim Gewehrschießen ein XXL-Plüschtier zu gewinnen! Kurz gesagt: Mit meinem Niveau werde ich keine Rekordzeiten hinlegen, aber das macht nichts. Das schmälert keineswegs die Freude daran, den Biathlon zu entdecken. Wer sich beim Skating nicht wohlfühlt, kann übrigens problemlos auf alternative (klassische) Skier zurückgreifen, die oft leichter zu handhaben sind… Aber auf keinen Fall auf Alpinski, wie die Skilehrer bereits erlebt haben (ja, das ist kein Scherz)!

Zweite Etappe der Biathlon-Einführung Der Schuss!

Der Reiz dieser Sportart liegt darin, dass man nun zum nächsten Lernschritt übergeht: dem Schießen. Und hier geht es nicht mehr nur um Technik … Michel übernimmt nun die Anleitung, und ich höre ihm aufmerksam zu und achte darauf, alle nützlichen Informationen, die er mir vermittelt, zu verinnerlichen. Konzentriert wie nie zuvor. Denn wenn ich beim Skifahren stürze, wird nichts anderes als mein Ego in Mitleidenschaft gezogen. Hier geht es nun um Sicherheit im Umgang mit dieser Waffe (Laser für Kinder, Bleikugeln für Erwachsene), die er mir gleich anvertrauen wird. Wir beginnen mit dem Liegeschuss, der leichter zu erlernen ist, da er mehr Stabilität bietet.

Lade die Bleikugeln nach. Drücke auf den Nachladehebel. Und dann die Atemtechnik: Wenn du den Bauch aufbläst, gehst du unter die Zielscheibe. Wenn du den Bauch entleerst, über die Zielscheibe hinaus, dann die letzte Atemphase: Du positionierst dich genau, hältst die Position und drückst den Abzug.

Sich richtig positionieren, das Gewehr ausrichten, die Schrotkugeln laden, zielen, den Atem anhalten und den Schuss durch Drücken des Abzugs auslösen … Viele Informationen, die man in so kurzer Zeit verinnerlichen muss, aber schon jetzt überkommt mich ein kleiner Adrenalinstoß. Zack, 3 von 5 beim ersten Liegeschuss! Ich wäre fast stolz gewesen, hätte Michel mich nicht darauf hingewiesen, dass die Zielscheiben in 10 Metern Entfernung aufgestellt waren … im Gegensatz zu 50 Metern für die Champions im Wettkampf!

Dritte Stufe der Biathlon-Einführung Beherrsche dein Herz, aber zittere nicht!

Dritter Schritt: Das Wesen dieser facettenreichen Disziplin verstehen, indem man eine Langlaufrunde mit einer Schießphase verbindet. Und trotz meines Anfänger-Tempos ist es gar nicht so einfach, die kardiovaskuläre Anstrengung abrupt zu unterbrechen, um mein Gewehr zu spannen und ruhig zu halten. Und das alles in der Hoffnung, diese etwa 50 mm großen Zielscheiben zu treffen. Ein „Fehlschuss“, wie man im Fachjargon sagt, wenn man die Zielscheibe verfehlt? Und schon kommt eine Strafrunde zur Langlaufrunde hinzu. Noch heikler ist die Übung beim Stehschießen, wo es schwieriger ist, die richtige Haltung zum Stabilisieren des Gewehrs zu finden. Und wo es unmöglich wird, das Gewehr vollkommen ruhig zu halten. Da wird mir erst die ganze Tragweite der von den Trainern erklärten Konzepte wie Entspannung, Atemkontrolle und Abzugsstrategie bewusst. Man darf nichts überstürzen, sondern muss den richtigen Moment zum Abzug erkennen. Letztendlich ist diese Einführung in den Biathlon eine echte Lektion in Psychologie!

Ein paar abschließende Worte zu dieser Einführung in den Biathlon

Ehrlich gesagt, trotz meines bescheidenen Niveaus habe ich diese Einführung und diese Eindrücke einfach geliebt. Man taucht in diese Sportart ein, ohne Leistungsdruck, sondern indem man ihre spielerischen und technischen Aspekte genießt. Ebenso wie die körperlichen und mentalen Herausforderungen! Das Tüpfelchen auf dem i: ein spontanes Mini-Rennen mit einer Gruppe von vier Jugendlichen, die sich direkt nebenan ebenfalls bei einem Einführungskurs versammelt hatten. Diese „Spiel“-Dimension und der direkte Wettkampf machen eindeutig süchtig – ebenso wie der noch größere Druck im entscheidenden Moment, wenn man die Bälle der „Konkurrenten“ neben sich vorbeizischen hört. Ein herrlicher Wettstreit. Ein Tipp also: Egal, auf welchem Niveau ihr seid – wagt den Schritt, wenn ihr diese Disziplin liebt, und nehmt eure Liebsten mit auf dieses Abenteuer, um den Spaß zu verzehnfachen.

Ein paar praktische Tipps für den Einstieg

  • Einen Kurs belegen: Einzel- oder Gruppenunterricht unter Anleitung eines Trainers.
  • Ab welchem Alter? Ab 8 Jahren, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen.
  • Wie viel kostet es? Ab 35 € für eine 2-stündige Gruppeneinheit, 50 € für Einzelunterricht. Vor Ort erhältlich ist außerdem die Langlaufpauschale „La Chapelle“, die für den Zugang zum Skigebiet erforderlich ist (4,20 € pro Kind für einen halben Tag, 4,80 € pro Erwachsener).
  • Wo kann man Langlaufausrüstung ausleihen? Klassische oder Skating-Ski, Stöcke und Schuhe können in einem der Verleihgeschäfte des Skigebiets ausgeliehen werden. Der Kurs beinhaltet die Leihgebühr für die Skier.
  • Wie sollte man sich kleiden? Langlauf ähnelt in seiner Anstrengung eher dem Laufen. Man orientiert sich daher eher an der Kleidung, die man zum Joggen tragen würde, als an der für den Alpinski. Die Kleidung sollte zwar für den Schnee geeignet sein, aber relativ eng anliegen und dehnbar sein, damit es einem beim Skifahren oder beim Schießen nicht zu warm wird und/oder man sich in der Kleidung eingeengt fühlt. Fäustlinge sind zu vermeiden, es sei denn, man möchte beim Schießen eine 0/5 „hinlegen“!
  • Unser Geheimtipp für die Verpflegung nach dem Training: Das „Foyer Nordique“ ist täglich von 9 bis 17 Uhr als Imbiss mit Getränken und Speisen zum Mitnehmen geöffnet. Ein herzlicher und familiärer Empfang in ungezwungener Atmosphäre, bei dem Sie unter anderem Crêpes, Suppen und hausgemachte Sandwiches genießen können, die vor Ort aus regionalen Produkten zubereitet werden.

Ich bin begeistert.