
FORMATION D’UN LAC DE CORDON
Eine faszinierende Gletschergeschichte
Vor etwa 75.000 bis 20.000 Jahren hat der Gletscherzug das Tal geformt und dabei Felsbarrieren, Plateaus und Gletschermulden geschaffen. Der Ardens-Gletscher, der vom Chavache-Kamm herabfloss, erodierte das Gestein und transportierte Sedimente sowie Findlinge, Steine oder Felsbrocken, die von den Berggipfeln auf die Gletscheroberfläche gefallen und durch die Bewegung des Gletschers in eine gewisse Entfernung von ihrem Ursprungsort transportiert wurden.
Beim Abschmelzen hinterließ der Gletscher Moränenablagerungen, eine Ansammlung von Gesteinsbruch (Till), der von einem undurchlässigen Gletscher, der rissiges Gestein bedeckte, transportiert oder abgelagert wurde. So entstanden zwei Seen: der Lac des Plagnes und der Lac de Cubourré, die von den Bächen gespeist werden, die von der Pointe de la Chavache herabfließen.
Im Laufe der Zeit haben die von den Flüssen transportierten Gesteinsbrocken und Sedimente diese Seen nach und nach aufgefüllt. Heute hat sich der Lac de Cubourré in ein Feuchtgebiet verwandelt, während der Lac des Plagnes zu einem künstlichen See geworden ist, der von einem Wasserfall aus Cubourré gespeist wird.
Weitere Einzelheiten zur geologischen Geschichte des Sees finden Sie auf den Seiten 44–45 der Broschüre „Les lacs du Chablais “.
Ein reichhaltiges und vielfältiges Ökosystem
Der Lac des Plagnes ist ein Rückzugsgebiet für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten:
- Flora: Schlanke Wollgras, Rote Orchidee, Sumpf-Ragwurz.
- Fauna: Rotfrosch, Schmalflügel-Azurjungfer, Große Libelle, Zwergfledermaus, Bartfledermaus.
Weitere Informationen zur Artenvielfalt dieses Gebiets finden Sie in der Broschüre über die Seen des Chablais.

Lac Plagnes Abondance
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Ein geschütztes Gebiet: ENS-Label
Der Lac des Plagnes trägt in Zusammenarbeit mit dem Département Haute-Savoie für einen Zeitraum von 99 Jahren das Label „Haute-Savoie Nature“ als „Espace Naturel Sensible“ (ENS). Das Umweltmanagement des Gebiets wird von der Gemeindegemeinschaft Pays d’Évian – Vallée d’Abondance (CCPEVA) getragen.
Die Ziele des Bewirtschaftungsplans sind:
- Erhaltung der Feuchtgebiete zur Wahrung der Artenvielfalt und zur Sicherung ihrer ökologischen Funktionen (Wasserhaushalt, Schadstoffabbau, CO₂-Speicherung).
- Tourismus und Naturschutz in Einklang bringen: Das Gebiet empfängt jährlich etwa 35.000 Besucher, die von den spektakulären Landschaften und den zahlreichen Wandermöglichkeiten angezogen werden.
Um die Erreichbarkeit zu verbessern, wurde im März 2024 ein Rad- und Wanderweg angelegt, der es ermöglicht, den See sicher zu umrunden.
Was die Öko-Wächter sagen
Seit der Einrichtung des Rad- und Wanderwegs rund um den Lac des Plagnes haben die Öko-Ranger einen Anstieg der Besucherzahlen beobachtet, wodurch ein breiteres Publikum die Gegend sicher genießen kann. Dieser Andrang hatte jedoch indirekte Auswirkungen auf die Artenvielfalt:
- Umweltauswirkungen: Lagerfeuer, das Werfen von Steinen in den See, frei herumlaufende Hunde in den umliegenden Wäldern, unerlaubtes Baden und das Pflücken geschützter Pflanzen.
- Störungen in landwirtschaftlichen Gebieten: Freilaufende Hunde auf den Almen stören die Herden. Zudem erschwert das wilde Parken von Autos den Zugang für landwirtschaftliche Maschinen.
- Schwieriges Miteinander: Die Vielfalt der Nutzer (Familien, Mountainbiker, Angler, Wanderer, Spaziergänger mit Haustieren, Biwakierer) führt manchmal zu Nutzungskonflikten.
Die im Jahr 2024 durchgeführten Arbeiten sind nur ein erster Schritt zur Verbesserung der Besucherbetreuung und zum Schutz des Gebiets. Derzeit laufen Sensibilisierungsmaßnahmen und ergänzende Ausbaumaßnahmen, um ein harmonisches Miteinander zwischen Besuchern, Fauna, Flora und den lokalen landwirtschaftlichen Aktivitäten zu gewährleisten.

Lac Des Plagnes



















