
Lugrin
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Lugrin, ein Dorf am Ufer des Genfer Sees
Lugrin gehört zu den fünf größten Gemeinden des Pays d’Évian, einem Bergdorf am Hang, das atemberaubende Panoramablicke auf den Genfer See bietet. Schon bei den ersten Schritten entführt uns François, ein Geschichtsliebhaber, in eine fesselnde Erzählung über die Könige von Savoyen und die Kirchen, die das Gebiet prägen. Die Führung gibt uns zudem Einblicke in die geologische Entstehung der Region, mit Erläuterungen zum Einfluss des Rhonegletschers und zur Entstehung des Genfer Sees.
Entdeckung der traditionellen Besiedlungsformen und Landschaften
Das Dorf Lugrin erstreckt sich in der Länge – eine Besonderheit, die mit der Raumplanung zusammenhängt, um Freiflächen für Vieh und Ackerbau zu erhalten. Wir besuchen den Weiler Véron, der früher den Spitznamen „kleines Paris“ trug und in den viele Savoyer zurückkehrten, nachdem sie im Großraum Paris gearbeitet hatten. Die Architektur ist hier besonders reizvoll, mit den charakteristischen Gewölbehäusern und typischen Bauwerken. Gerade hier waren die Begegnungen mit den Einheimischen am bereicherndsten – sowohl mit den Dauerbewohnern als auch mit den Besitzern von Zweitwohnsitzen –, wobei jeder seine eigenen Geschichten und Anekdoten beisteuerte.
Wanderung auf dem GR 5 und praktische Tipps
Für Wanderer führt der GR 5 durch Lugrin und bietet die Möglichkeit, die Region auf markierten Wegen zu entdecken. Bergwanderer sollten jedoch festes Schuhwerk einplanen, da es teilweise steil bergauf geht!
Ein Natur- und Geschmackserlebnis im Rampenlicht
Lugrin zeichnet sich auch durch sein Naturerbe aus. Bei unserem Besuch entdeckten wir die Kastanienbäume, das Wahrzeichen des Dorfes. Ihre Früchte waren früher eine wichtige Nahrungsquelle für die Einwohner. Und für Liebhaber lokaler Traditionen ist der berühmte Kirsch aus Lugrin, ein bekannter Kirschschnaps, ein absolutes Muss.
Dieses Eintauchen in die Natur hielt auch kulinarische Überraschungen für uns bereit! Zwischen der Verkostung von Gerichten auf Brennnesselbasis und Erläuterungen zur Verwendung der Pflanzen als natürliche Umschläge enthüllten die umliegenden Wälder ihre Geheimnisse. Jeder Schritt war eine Einladung, zu entdecken, wie die Einwohner im Einklang mit ihrer Umwelt leben.
Die Begegnung mit einem Berufsfischer vom Genfer See
Ein Höhepunkt des Besuchs: die Begegnung mit einem Berufsfischer vom Genfer See. Er erzählte uns vom Leben am See, vom Fang von Barschen und Féras – den symbolträchtigen Fischen des Sees – und teilte dabei seine Liebe zu diesem traditionellen Beruf mit uns. Eine echte Rückkehr zu den Wurzeln, um die starken Verbindungen zwischen den Menschen und dem Genfer See zu verstehen.

Lugrin PAH
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